Schlachtschiff Bismarck | Das wahre Gesicht eines Schiffes
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Schlachtschiff Bismarck

Die Bismarck, während ihres Einsatzes Flaggschiff der deutschen Kriegsmarine, war neben ihrem Schwesterschiff Tirpitz das größte deutsche Kriegsschiff. Ausgerüstet mit 38 cm und 15 cm Geschützen und einer starken Flakarmierung sowie einer unter Beweis gestellten standkräftigen Panzerung war die Bismarck Höhepunkt der untergehenden Schlachtschiffentwicklung.

Die Bismarck im Bau Am 1. Juli 1936 wurde der Bau am "Schlachtschiff F" in der Hamburger Werft Blohm & Voss begonnen. Nach 2 1/2 Jahren Bauzeit lief der fertige Schiffsrumpf vom Stapel. Man taufte ihn Bismarck. Weitere 1 1/2 Jahre folgen ehe die Restarbeiten abgeschlossen waren. Die Bismarck wurde dann im Sommer 1940 in Dienst gestellt und lief kurz darauf zu Erprobungsfahrten in die Ostsee. Die Maschinenanlage und Artillerie kamen nun auf den Prüfstand und konnten die in sie gestellten Erwartungen größtenteils erfüllen. Mängel wurden behoben und immer wieder und wieder Feindbilder gefahren. Die Besatzung des neuen Schlachtschiffs wurde so eingehend auf den baldigen Einsatz vorbereitet.

Am 18. Mai 1941 war es dann soweit, die Bismarck stach zusammen mit dem schweren Kreuzer Prinz Eugen in See. Doch die Feindfahrt entwickelt sich von Anfang an nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Schon auf seinem Marsch durch den Belt nach Norwegen wurde der Verband vom norwegischen Untergrund und britischer Luftaufklärung entdeckt. In London traf man sofort Vorbereitungen, um ein Vordringen in den Atlantik zu Verhindern, denn man fürchtete sehr um den großen Schaden, denn dieser Verband an den für Groß-Britannien lebenswichtigen Geleitzügen anrichten hätte können.

Ungehindert dessen setzen die zwei Schiffe ihre Fahrt fort. Beim Durchbruch durch die Dänemarkstraße, dem Tor in den Atlantik, wurden sie, trotz schlechten Wetters, von dort patrouillierenden britischen Kreuzern entdeckt. Die sich als Fühlungshalter an den Verband hängten und per Funk die HMS Hood und HMS Prince of Wales heranholten. Doch der Versuch den Feind mit diesen zwei schweren Schiffen zu stellen scheiterte kläglich. Nach fünf Minuten Gefecht löst eine Granate der Bismarck eine gewaltige Explosion auf der HMS Hood aus. Nur drei von 1.418 Mann überlebten den Untergang. Die HMS Prince of Wales musste mit schwerer Beschädigung das Gefecht abbrechen.

24. Mai 1941: Bismarck im Gefecht mit der HMS Hood Die im Gefecht erlittenen Schäden auf der Bismarck zwangen zu einer Verkürzung der Operation. So trennten sich die Bismarck und Prinz Eugen. Es folgt ein erfolgloser Luftangriff durch Torpedoflugzeuge des Flugzeugträgers HMS Victorious auf die Bismarck. Gewarnt durch das Schicksal der HMS Hood traute man sich jedoch nicht mit Seestreitkräften anzugreifen, ehe man nicht ausreichend starke Schiffe herangeführt hat. Solange dies nicht geschehen war sollten Flugzeuge das Schiff angreifen und verlangsamen.

Doch dann passierte das Unerwartete, die Bismarck entwischt ihren Verfolgern, als sie nach 1 1/2 Tagen wiedergefunden wurde stand sie schon so weit weg, dass sie die zusammengezogenen Kriegsschiffe nicht mehr erreichen konnten. Nur die Flugzeuge der HMS Ark Royal konnten sie jetzt noch stoppen, bevor sie einen besetzten französischen Hafen erreichen würde. Und obwohl die Chancen minimal sind, gelang es einem Torpedoflugzeug die Ruderanlage zu treffen und in Drehung zu blockieren. Das Schalachtschiff Bismarck war nun manövrierunfähig dem Tode geweiht.

27. Mai 1941: Überlebende der Bismarck Es folgte eine Nacht der Ernüchterung an Bord der Bismarck, in der es nicht gelang den Schaden zu beheben. So trieb das Schlachtschiff der schweren See folgend dem Feind in die Hände, während sich dieser in aller Ruhe zum Angriff formieren konnte. Es war der 27. Mai um 8.48 Uhr als die Bismarck zum letzten Mal das Feuer eröffnete. Geschützleitstände und Geschütze fielen früh aus und so wurde die Bismarck bald zur wehrlosen Schießscheibe für die britischen Schlachtschiffe. Etliche Geschosse wurden auf sie abgefeuert. Sie zerstören Aufbauten und Geschütze und töteten die Männer, die sich hier aufhielten und arbeiteten. Dennoch konnten die Granaten nicht in die lebenswichtigen inneren Bereiche des Schiffes eindringen und so ein schnelles Sinken erzwingen. Erst die Selbstversenkung, beschleunigt durch Torpedobeschuss brachten das Schiff dann zum kentern.

110 Männer wurden von dem britischen Kreuzer HMS Dorsetshire gerettet. Einige Hundert bleiben im Wasser ihrem Schicksal überlassen, als die Rettungsaktion aufgrund (falschem) U-Bootalarms abgebrochen werden musste. Weitere fünf Mann wurden von einem deutschen U-Boot und Wetterbeobachtungsschiff gerettet. 2.145 Mann (nach anderen Quellen sogar 2.371) starben. Kaum geringer war der Blutzoll, den die Briten auf Ihrer Jagd nach der Bismarck zahlen mussten.

 
 
 
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